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Landschaften von Neon. Nanda Vigo in Mailand, ein multisensorisches Erlebnis
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Die Galleria San Fedele in Mailand beherbergt in ihren Räumen die von Marco Meneguzzo kuratierte Ausstellung Nanda Vigo mit dem Titel SkyTracks. Nanda Vigo, ein Künstler mit einem vielfältigen Profil, Designer und Architekt, beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Raum und Licht. Seine Arbeiten sind vollständig in das künstlerische Panorama der fünfziger und sechziger Jahre integriert, als der Künstler das Atelier von Lucio Fontana besuchte und mit den Künstlern der Galerie Azimut in Mailand, Piero Manzoni und Enrico Castellani, in Kontakt kam. Nanda Vigo ist in diesen Jahren nach wie vor fasziniert von der ZERO-Gruppe und hält sich mit kollektiven und persönlichen Ausstellungen daran fest.
Die Ausstellung SkyTracks, in der die jüngsten Arbeiten des Künstlers gezeigt werden, bietet den Besuchern ein multisensorisches Erlebnis: Sie tauchen in eine Landschaft ein, die aus roten und blauen Neonlichtern, phosphoreszierenden Reflexen, Bildspielen und Spiegeln besteht. Dreiecke und Trapezien aus schwarzem Kristall, deren scharfe Kanten scharfkantig sind, durchdringen den atmosphärischen Raum. Konzentrische geometrische Figuren, eine in der anderen, schaffen Labyrinthe aus Licht und illusorischen Visionen. Die Formen verweisen aufeinander, aber in Größe und Orientierung stimmt keine überein: Die Ecken eröffnen immer neue Perspektiven und bieten unerwartete Tangenten. Unterschiedliche und schwer fassbare Wege des Lichts spiegeln eine Phantasie des Raums, eine Art Himmelsgeometrie: Der gespiegelte schwarze Kristall öffnet die Türen zu den Tiefen der Galaxie, Trapezoide und Dreiecke erinnern an spitze Sterne und informelle Himmelskörper. Deutlich sind die künstlerischen Einflüsse, die Nanda Vigo spürte: Die Skulpturen heben sich wie schwarze und transparente Kristalle im Raum hervor, die an die Kristalle von Giò Ponti denken lassen, mit denen der Künstler von 1965 bis 1968 zusammengearbeitet hat; Die Neonlichtfäden, die die Kristalle nachleuchten, erinnern an den Räumlichkeitsgedanken von Lucio Fontana ... Die Ausstellung unterstreicht den faszinierenden Kontrast zwischen Immaterialität und Solidität: Die geometrischen, massiven und körperlichen Figuren werden durch Neonlichter immateriell. Das rote Licht pulsiert entlang des Umkreises der Werke und erzeugt einen Energiohof, das blaue Licht umgibt die Formen und gibt ihnen einen Hauch von Leichtigkeit und Immaterialität. |
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